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Erfurt, 16. August 2002

Hartz allein verpufft

Das nunmehr mit allein Details vorliegende Hartz-Papier wird in seinen strukturveränderten Punkten vom Handwerk begrüßt. „Aber es wäre ein Irrglaube, wenn man meinte, mit Milliardenanleihen und Jobagenturen allein könnte die Arbeitslosigkeit verringert werden,“ kommentiert Dr. Dieter Artymiak, Geschäftsführer des Thüringer Handwerkstages, das vorliegende Ergebnis der Hartz-Kommission. „Ich vermisse nach wie vor den Mut, die Ursachen unserer tiefgreifenden Wirtschaftskrise anzupacken. Und nun ist die Gefahr groß, dass dieses Papier mit Wirtschafts- und Finanzpolitik verwechselt wird. Steuersenkungen und Investitionsanreize für unsere zigtausend klein- und mittelständischen Betriebe und eine vernünftige Finanzausstattung der Kommunen für Investitionen sind auch mit dem Hartz-Papier nicht auf den Weg gebracht.“ Für das Handwerk können die Hartz-Vorschläge erst dann zu wichtigen und erfolgversprechenden Maßnahmen werden, wenn gleichzeitig die angemahnten Reformen in der Wirtschafts- und Finanzpolitik erfolgen. Der Thüringer Handwerkstag würde sich daher wünschen, dass die zweifelsohne hohe Dynamik der Arbeit der Hartz-Kommission auf weitere Politikfelder ausstrahlen könnte.

„Unsere Betriebe stellen keinen Arbeitslosen ein, wenn für ihn keine Arbeit da ist. Die Handwerker investieren auch nicht, wenn sie kaum Aussicht auf eine Verbesserung der Situation haben. Die Hartz-Vorschläge gehen, wenn sie nicht sinnvoll von anderen politischen Reformen flankiert werden, an den tatsächlichen Problemen vorbei,“ so Dr. Artymiak.

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