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Erfurt, 06. November 2002

Thüringer Handwerk fordert Substantielles

Präsident Ostermann: „Schluss mit den Hochglanzreden“
Morgen treffen sich die Interessenvertreter der in Thüringen ansässigen 28 634 Handwerksbetriebe zur Mitgliederversammlung des Thüringer Handwerkstages. Im Mittelpunkt des Treffens steht die weiterhin schlechte Handwerkskonjunktur im Freistaat und die Suche nach Wegen aus der Krise. Von der Bundesregierung erwartet das Thüringer Handwerk endlich Entscheidungen, die der Wirtschaft in Deutschland und insbesondere in den neuen Ländern wieder Perspektiven geben. „Wir werden die Bundesregierung auffordern, ihren Hochglanzreden von Mittelstandsförderung und Aufbau Ost endlich substantielle Entscheidungen folgen zu lassen. Unser Land braucht mutige Reformen und nicht nur aufpolierte Halbherzigkeit und gewienerte Konzeptlosigkeit“, erklärt der Präsident des Thüringer Handwerkstages, Rolf Ostermann, im Vorfeld der Mitgliederversammlung und in Reaktion der ersten Entscheidungen nach der Bundestagswahl. Im Zentrum der morgigen Ausführungen Ostermanns vor Mitgliedern und Gästen des THT werden die Erwartungen stehen, die das Handwerk gegenüber Landes- und Bundespolitik hat.

Denn das Handwerk steht wiederum vor einem schweren Jahr. Betroffen von der anhaltenden Konjunkturflaute sind mittlerweile alle Branchen des Handwerks. In den letzten beiden Jahren verlor das Handwerk in Thüringen 600 Betriebe. Die Zahl der Beschäftigten sank von 158 500 im Jahr 2000 um rund 7 500 auf aktuell 151 000. Der negative Trend hat sich in diesem Jahr zwar leicht verlangsamt, gestoppt werden konnte er indes nicht. Die ersten steuer- und wirtschaftspolitischen Entscheidungen der wiedergewählten Regierung werden nach Überzeugung des Handwerks die Krise weiter verlängern, wenn nicht gar für das Handwerk verschärfen. Prognosen für die Wintermonate lassen jedenfalls nichts Gutes erwarten.

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